Fidus-Projekt

Kunst und Lebensreform

Erst verlogene Zeiten erfanden die Allegorie

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Diesselbe Meinung über Sinnbild und Allegorie vertrat Fidus noch über zwei Jahrzehnte später. Im Verzeichnis der Gesamtausstellung seiner Werke, die aus Anlass seines 60. Geburtstags 1928 in Berlin und Hamburg gezeigt wurde, schreibt er oder wird er zitiert:

Die starken Künstler aller Zeiten haben immer den Mut gehabt, den Sinn ihrer Erlebnisse, innerer und äußerer, geradlinig sinnenfällig zu gestalten. Erst verlogene Zeiten erfanden die Allegorie, in welcher jede Einzelheit und das Ganze immer etwas Anderes “bedeuten” soll, als was man sieht. Sie erfanden auch die verlogene Göttin “für Alles”, an der sie ihre geradlinig nicht geduldete Sinnlichkeit auszuleben suchten. [1]

Der Behauptung kommt umso grössere Bedeutung zu, als es sich um die einzige Äusserung von Fidus selbst in der kleinen Publikation handelt.

  1. Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus zu seinem 60. Geburtstage am 8. Gilbhart (X.) 1928. Woltersdorf bei Erkner [1928]. S. 44. []

Letzte Änderung: 26. April 2010


Verfasst von Edi Goetschel

April 26th, 2010 at 9:49 pm

Posted in Ikonographie



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