Schirrmeister, Paul
Paul Schirrmeister, * 1868, † 1945, führende Persönlichkeit der Bodenreform-Bewegung und Naturheilkunde.
Schirrmeister war am Siedlungsprojekt Grappenhof in Amden beteiligt.
Seit 1897 war er Vorstandmitglied der Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung, wo er die erfolgreiche und als finanzielle Grundlage für das Projekt wichtige Obstverwertung aufbaute. 1898 war er Mitbegründer des Bundes deutscher Impfgegner, Vorsitzender des Deutschen Bundes der Vereine für naturgemässe Lebens- und Heilweise (Priessnitz- Bund) und während Jahren Redaktor des Verbandsorgans Der Naturarzt, Vorsitzender der Deutschen Gartenstadtgesellschaft und des 1909 gegründeten Zentralverbandes deutscher Arbeiter- und Schrebergärten [1] . Später war Schirrmeister, der Mitglied der NSDAP war, stellvertretender Leiter des Deutschen Volksgesundheitsbundes. [2]
Veröffentlichungen
- Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. (Hrsg): Geschichte des Kleingartenwesens in Sachsen. Zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung des “Verbandes von Garten- und Schrebervereinen” 1907. S. 55. Online: Geschichte des Kleingartenwesens in Sachsen [↩]
- Uwe Heyll: Wasser, Fasten, Luft und Licht. Die Geschichte der Naturheilkunde in Deutschland. Frankfurt, New York 2006. S. 261f. und 264. [↩]
Letzte Änderung: 17. Mai 2012


